 |
Herstellung der Blackspotshoes®
Die Fabrik
Die Blackspot-Fabrik ist in einer ländlichen,
"Felgueiras" genannten Region Portugals gelegen, ein Gebiet, in dem die
Schuhherstellung eine 400 Jahre alte Tradition ist. Die Fabrik ist seit
drei Generationen im Besitz und Betrieb von ein und derselben Familie.
Die Besitzer geniesen einen Ruf als exzellente Arbeitgeber. Obwohl
viele der Angestellten Autos besitzen, ist es üblich, dass
viele
von Ihnen zu Fuß nach Hause durch Weingärten und
Olivenhaine gehen, ihren Chefs und Nachbarn im Vorbeigehen winkend.
Felgueiras ist ein friedliches Fleckchen. Es gibt fast keine
Kriminalität. Viele der hier Wohnenden, leben schon ihr ganzes
Leben hier.
Die Produktionsmaschinen sind neu und auf dem neusten Stand. Das
Arbeitstempo ist gut, so wie auch die Luft erstklassig ist. Die
Betriebsgebäude sind groß, weitreichend und gut
beleuchtet. Die Lärmpegel-Vorschriften werden strikt
eingehalten. Wo immer Du Dich aufhältst, ist Musik zu
hören. Eine vorbildliche Fabrik, laut dem
Repräsentanten der größten Gewerkschaft,
mit einem beinahe perfekten Sicherheits-Protokoll. Die
Sicherheits-Ausrüstung ist vollständig
verfügbar und geprüft.
Arbeit
Die Arbeit geht von 8 Uhr morgen bis 6 Uhr abends, mit 1,5 Stunden
für das Mittagessen (keine Kaffeepausen). Überstunden
sind nicht zwingend vorgeschrieben und werden gut
bezahlt (normalerweise machen nur die älteren ArbeiterInnen,
wie DesignerInnen oder PrüferInnen, Überstunden). Die
erste der Überstunden wird mit dem anderthalbfachen Lohn
bezahlt, die weiteren mit dem normalen Lohn, plus eines Aufschlags von
75 %.
Betriebsarzt
Portugal hat einen nationalen medizinischen Versorgungsplan
für alle Einwohner. Ein Arzt/eine Ärztin besucht die
Fabrik zweimal die Woche und die ArbeiternehmerInnen sind berechtigt,
ihn/sie so oft sie wollen zu konsultieren.
Gehälter
Der Mindestlohn in Portugal beträgt 365 Euro pro Monat. Die
ArbeiterInnen dieser Fabrik erhalten zwischen 420 und 700 Euro pro
Monat, abhängig von ihrer Arbeit und ihrem Dienstalter.
Über das Basisgehalt hinaus, erhalten die ArbeiterInnen 25
bezahlte Urlaubstage und zwei Monatsgehälter extra pro Jahr,
was unter dem Strich einen Lohn von 35% über dem Mindestlohn
ausmacht.
Die Gewerkschaft
Die Gewerkschaftsabgaben entsprechen 1% des Monatsgehaltes des
Mitglieds und etwa 40% der ArbeitnehmerInnen sind als
GewerkschafterInnen registriert. Nicht alle wählen eine
Gewerkschaftsmitgliedschaft, da sie dafür keinen Grund sehen.
Die Gewerkschaft beteiligt sich wenn nötig an
Gehaltsverhandlungen und bietet den ArbeiterInnen juristische
Vertretung, wenn sie benötigt wird, aber ist
hauptsächlich da, um Schutz vor unfairen Kündigungen
bereitzustellen. Dennoch wurde, laut den ArbeiterInnen, mit denen wir
privat gesprochen haben, keine in dieser Fabrik unfair
entlassen.
Die Arbeiterinnen erzählten uns, dies sei eine der besten
Fabriken in Portugal. Sie erzählten uns auch, dass die
einzigen Fabriken, die 100% gewerkschaftlich sind, von
ausländischen BesitzerInnen betrieben werden, wo ArbeiterInnen
sich ungeschützter fühlen als in lokalen Betrieben
mit Arbeitergebern aus der direkten Umgebung.
Wir trafen uns mit ArbeiterInnen, die der Gewerkschaft
angehören, wir trafen uns mit Mitgliedern des Betriebsrats,
wir trafen Gewerkschaftsangestellte und Angestellte der
regierungsgeleiteten
Dachverbände, die den Gewerkschaften Hilfe leisten. Alle
treffen waren in privatem Rahmen. Alle Menschen, die wir interviewten,
waren unmissverständlich in ihrem Lob für die Fabrik.
Einer hoher Grad an Transparenz war offensichtlich.
(Übersetzung von adbusters)
|
|